Das Thema Kindeswohlgefährdung und sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen ist ein gesellschaftliches Problem, welches sich quer durch die Gesellschaft zieht, dem sich auch der organisierte Sport als wichtiger Teil unserer Gesellschaft stellen muss. Jedes 3. bis 4. Mädchen und jeder 9. bis 10. Junge in Deutschland macht in seinem Jugendalter Erfahrungen mit sexueller Gewalt. Die Täter und Täterinnen kommen meist aus dem direkten Umfeld der Kinder, sind gesellschaftlich gut integriert, nett, hilfsbereit und freundlich.
Als Mehrspartenverein mit derzeit knapp 200 minderjährigen Mitgliedern sind wir, der TuS Großheide e.V., uns unserer besonderen Verantwortung im Umgang mit den uns anvertrauten jungen Menschen bewusst und möchten deshalb ein achtsames und respektvolles Miteinander fördern.
Wir möchten eine Kultur der Achtsamkeit entwickeln, in der Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt offen thematisiert werden. Deshalb haben wir uns als Verein intensiv mit diesen Themen auseinandergesetzt und möchten mit dem nachfolgenden Präventions- und Interventionskonzept alle Beteiligten für das Thema „Schutz von Kindern und Jugendlichen“ sensibilisieren. Das Konzept dient als Handlungsanweisung für alle in unserem Verein ehrenamtlich Tätigen, um Sicherheit im täglichen Umgang zu geben und die Angst vor unbegründeten Verdächtigungen zu nehmen.
Ferner dient es den Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern sowie weiteren Bezugspersonen als Instrument, dieses wichtige Thema immer wieder ansprechen zu können und mit dafür zu sorgen, dass durch eine Atmosphäre der Aufmerksamkeit potenzielle Täter und Täterinnen keine Chance haben, unsere Kinder und Jugendlichen zu gefährden bzw. dafür zu sorgen, dass sie erst gar nicht in unserem Verein aktiv werden.